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Österreich: Grüner Pass auch analog

Die Regierung hat die Regeln für den „Grünen Pass" präsentiert, über den der Eintritt z.B. in die Gastronomie, aber auch das Reisen künftig geregelt werden soll.

Dabei stellte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein klar, dass neben dem digitalen Format auch ein analoges bestehen bleibt. Das heißt, man kann zumindest in Österreich auch mit ausgedruckten Nachweisen die neuen Freiheiten nutzen.

International wird technisch ab dem Sommer zwar überall das gleiche System angewendet, jedoch entscheidet jeder Staat selbstständig, wen er unter welchen Bedingungen ins Land lässt. Im Klartext bedeutet dies, dass zwar der „Grüne Pass“ via QR-Code ab Juli überall gelesen werden kann, es jedoch von Land zu Land unterschiedlich geregelt werden dürfte, wie lange man für die Einreise beispielsweise geimpft sein muss, wie lange ein PCR-Test gültig ist oder wie lange man genesen sein muss.

Noch ist nicht alles fertig verankert

Fix ist auch hierzulande noch nicht alles. So gibt es laut Mückstein Diskussionsbedarf, ob bisher nicht von der EMA zugelassene Impfstoffe - beispielsweise die chinesischen wie Sinopharm oder der russische Sputnik V - akzeptiert werden. Dass auch Antikörper-Tests alleine anerkannt werden, ist eher unwahrscheinlich. Experten meinten, dass es „sehr heikel" sei, hier einen Grenzwert festzulegen, erklärte Mückstein.

Der „Grüne Pass" wird hierzulande - wie schon bekannt - in drei Phasen eingeführt. Die erste davon startet mit den großen Öffnungsschritten am 19. Mai und ist unspektakulär. In dieser gilt als Eintrittskarte beispielsweise zu Gastronomie oder Veranstaltungen  der schon bekannte Test-Nachweis, eine Eintragung im Impfpass oder ein Absonderungsbescheid, den man bei der Infektion erhalten hat.

Dabei werden Selbsttests anerkannt, vermutlich auch jene an Schulen. Diese Selbstabnahmen haben eine Gültigkeit von 24 Stunden, Antigen-Tests von 48 Stunden und PCR-Tests von 72 Stunden. Als genesen gilt, wer die Erkrankung in den vergangenen sechs Monaten überwunden hat. Bei der Impfung ist drei Wochen nach dem ersten Schritt der Zutritt gesichert. Mückstein hält das für „vertretbar".

Wer sich keinen zweiten Stich abholt, verliert die Zulassung später wieder. Wie lange die Impfung insgesamt gilt, wird auf EU-Ebene festgelegt. Der Gesundheitsminister geht davon aus, dass man sich auf acht, neun Monate einigen wird, ehe eine neue Impfung nötig wird.

Im Juni digital

Mit 4. Juni wird laut Tourismusministerin Elisabeth Köstinger die zweite Phase des „Grünen Pass" eingeläutet - nämlich die der digitalen Anwendung auf nationaler Ebene. Dafür wird es Zertifikate geben, die Test, Impfung oder Genesung nachweisen. Das digitale Zertifikat kann unter gesundheit.gv.at heruntergeladen werden, wofür Handysignatur oder Bürgerkarte notwendig sind. Der Kontrollor, z.B. der Friseur kann mit einer eigenen App prüfen, ob der Zutritt erlaubt ist, aber keine genaueren Umstände warum. Der Kunde muss seine Identität aber nachweisen können. Auch ein Nachweis über die e-Card wird möglich sein. Die prüfende Stelle - also z.B. der Wirt - benötigt in Sachen e-Card eine eigene von der Sozialversicherung entwickelte Prüf-App. Mit dieser wird die Kartennummer auf der Rückseite gescannt und daraufhin angezeigt, ob ein Zutritt erlaubt ist oder nicht, aber keine sonstigen Details.

Jedes Land kann Kriterien selbst festlegen

Finalisiert wird der „Grüne Pass“ dann im Juli, passend zur Reise-Saison. Dabei wird die digitale Lösung dann in der EU und vermutlich auch im EWR-Raum und der Schweiz anerkannt. Der Haken daran ist, dass jedes Land eigene Kriterien festlegen kann. Das heißt, es könnte beispielsweise durchaus Staaten geben, die den testlosen Zutritt erst nach dem zweiten Stich bei der Impfung ermöglichen.

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