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VDR: Geschäftsreisen erholen sich, aber die Kosten steigen deutlich

Der deutsche Geschäftsreisemarkt hat sich im Jahr 2023 rasant erholt. Die Ausgaben sind allerdings deutlich stärker gestiegen als die Zahl der Geschäftsreisen. Das geht aus der soeben veröffentlichten Geschäftsreiseanalyse 2024 des Verbands Deutsches Reisemanagement (VDR) hervor.

Laut der Analyse wurden im vergangenen Jahr in Deutschland nicht weniger als 116,7 Millionen Geschäftsreisen von knapp 10 Millionen Geschäftsreisenden unternommen. Das bedeutet Zuwächse von 55% bzw. 18%. Die Kosten legten aber gleichzeitig um 72% auf insgesamt 46,2 Milliarden Euro zu und fielen dabei mit durchschnittlich mehr als 400 Euro pro Reise so hoch aus wie nie zuvor.
Dies geht aus den repräsentativen Ergebnissen hervor, die der Verband Deutsches Reisemanagement e.V. (VDR) unter www.geschaeftsreiseanalyse.de veröffentlichte.

Dennoch liegen die Gesamtausgaben noch immer um 17% unter dem Höchstwert von 2019, was der VDR vor allem auf eine "Trendwende in Zeiten des Wandels" zurückführt. Die Unternehmen in Deutschland würden Geschäftsreisen heute bewusst zurückhaltender und mit mehr Weitsicht planen – zum einen aus Kostengründen und zum anderen im Hinblick auf umweltbewusstes Handeln.

Auslandsreisen und Reisedauer legen zu

Dass der Reiseanlass stärker hinterfragt und vorausschauender gebucht wird, zeigt sich auch im Trend, einen mehrtägigen Business-Trip zu planen und damit Anlässe und Termine stärker zu bündeln. Die durchschnittliche Dauer der Geschäftsreisen ist daher weiter auf 2,6 Tage gestiegen. Auch im Mittelstand hat sich die Entwicklung durchgesetzt – in der Regel waren die Geschäftsreisenden im letzten Jahr einen ganzen Tag länger unterwegs als noch 2019.

Eine deutliche Tendenz zeigt sich auch in der anteiligen Zunahme von Auslandsreisen. Zwar findet die Mehrheit aller Geschäftsreisen nach wie vor im Inland statt, doch 28% führten ins Ausland und die Anzahl war so hoch wie nie zuvor. Ebenso sind private Aufenthalte vor oder nach der Geschäftsreise beliebt: Nahezu 90% der Firmen erlauben oder planen dies bereits. Darüber hinaus unterstützen oder planen 76% Remote Work (Workation) aus dem Ausland.

Hohes Wachstum bei den Übernachtungen

Durch die längeren Reisen und den Anstieg der Auslandsaufenthalte wuchs auch die Zahl der Übernachtungen überdurchschnittlich. Mit 82,3 Millionen Nächtigungen im Jahr 2023 wurde der Wert von 2019 mit damals 74,3 Millionen deutlich übertroffen. Die Mehrheit kam zwar dem Inland zugute (56,7 Millionen), die Anzahl der Übernachtungen deutscher Geschäftsreisender im Ausland hat sich aber im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt – von 13,2 auf 25,6 Millionen.

Mobilität wird ganzheitlich betrachtet

Ansätze, das Thema Mobilität ganzheitlich zu betrachten und an einer Stelle zu bündeln, gibt es bereits bei der Mehrheit der größeren Firmen - oder sie sind für die nächsten ein bis zwei Jahre geplant. Auch im Mittelstand gewinnt das ganzheitliche Mobilitätsmanagement an Popularität. Weil eine umfassende Mobilitätsstrategie neben den direkten Kosten und Prozessen vor allem die Auswirkungen auf die Umwelt und Klimabilanz des Unternehmens berücksichtigen sollte, hat der VDR die Travel Manager befragt, welche Maßnahmen sie einsetzen, um Nachhaltigkeit zu fördern.

Eine Schlüsselstrategie ist demnach die kritische Prüfung der Reisenotwendigkeit - jedoch mit rückläufiger Tendenz. Wurde diese Maßnahme im Jahr 2021 von fast 90% der Befragten aufgeführt, sind es drei Jahre später nur noch 76%. Einen kontinuierlichen Anstieg gibt es hingegen beim Wechsel von Pkw oder Taxi auf den ÖPNV: 55% der befragten Firmen setzen diese Maßnahme bereits ein oder planen sie. Der Wechsel vom Flug auf den Zug wurde etwas seltener als in den Vorjahren genannt. Allerdings war das Flugangebot im Vergleichsjahr 2021 auch noch deutlich reduziert. (red)

tma-online.at

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