Die E-Invoice bringt einen Effizienzsprung bei Dienstreisen
GemÀss Sebastien Marchon, CEO von Rydoo, ist die E-Invoice das fehlende Puzzleteil zur vollstÀndigen Automatisierung.
Die Digitalisierung von Reisekosten und Ă€hnlichem galt eigentlich als erledigt. Mit der E-Rechnungspflicht mĂŒssen Apps nun aber mehr können, als Rechnungen bloss zu fotografieren. Das ist jedoch eine gute Nachricht, denn die E-Invoice ist kein lĂ€stiges neues Gesetz, sondern das fehlende Puzzleteil zur vollstĂ€ndigen Automatisierung. Der Prozess wird transparenter, sicherer und unsichtbarer. Ein Effizienzsprung steht bevor.
Das einfachste Beispiel, warum die E-Rechnungspflicht im Bereich Reisekosten relevant wird, sind alle Hotelrechnungen ĂŒber Euro 250. Solche dĂŒrften in den meisten Unternehmen mit Dienstreisen der Regelfall sein.
Vom Foto zum Datenstrom: Schneller und Betrugssicher
Die FormatĂ€nderung fĂŒhrt aber auch dazu, dass Tools zum Spesenmanagement kĂŒnftig mehr leisten können mĂŒssen als blosse Texterkennung von PDFs oder papierbasierten Belegen via OCR. Der neue Standard fĂŒr E-Rechnungen sind die Formate âZUGFeRDâ oder XRechnung. Diese enthalten alle relevanten Angaben als strukturierte DatensĂ€tze (XML). WĂ€hrend das digitale Reisekosten-Management bisher darauf basierte, die analoge Welt in digitale Daten zu ĂŒbersetzen, erlaubt die E-Invoice damit eine Kommunikation in einer einheitlichen Daten-Sprache.
Dadurch dĂŒrfte in Zukunft beispielsweise das manuelle Korrigieren von ausgelesenen Daten dank der einheitlichen, digitalen Basis gegen Null tendieren. Auch typische âPapier-Problemeâ wie Handschrift, verblasste Schrift, NĂ€sse oder Knittern entfallen. Der Prozess wird deutlich weniger anfĂ€llig fĂŒr Fehler und auch die Betrugssicherheit steigt. Denn als Folge der strukturierten Daten werden automatische Compliance-PrĂŒfungen wie âSmart Auditâ noch prĂ€ziser. Da die E-Invoice fĂ€lschungssicher ist und direkt vom Aussteller kommen kann, sinkt das Betrugsrisiko. Manipulierte Fotos, PDFs oder Zettel gehören der Vergangenheit an.
Der Idealfall: Unsichtbare Abrechnungen
DarĂŒber hinaus steht unter dem Strich noch mehr Potenzial fĂŒr Automatisierung. Reicht ein Mitarbeiter eine E-Rechnung ein, fĂ€llt es dem System noch leichter, diese automatisch auszufĂŒllen, zu kategorisieren, per KI zu prĂŒfen und durch den richtigen Workflow zu leiten. Die Mehrheit aller Rechnungen ist simpel genug, um somit komplett ohne menschliche ĂberprĂŒfung automatisch abgewickelt zu werden. Dieses Vorgehen kann den manuellen Aufwand um bis zu 60 % reduzieren.
Der Verwaltungsaufwand sinkt und das Bearbeiten von Spesen wird zum grossen Teil zur âTouchless Experienceâ. Aufgaben, die das Backoffice seit Jahren belasten, werden schneller, einfacher und leichter zu ĂŒberblicken. Das Spesenmanagement wird so von einem manuellen zu einem skalierbaren Prozess â Eine lange bestehendes Effizienz-Herausforderung der deutschen Wirtschaft kann endlich Vergangenheit werden.
Damit diese Vision Praxis werden kann, benötigt es aber ein geeignetes Tool. Die Checkliste dafĂŒr umfasst vor allem drei zentrale Punkte: Kann das Tool mit den Formaten ZUGFeRD und XRechnung umgehen? Hat es eine direkte Schnittstelle zur Buchhaltungssoftware? Hat es fĂŒr Rechnungen unter Euro 250 auch eine OCR-Erkennung, die solche KleinbetrĂ€ge zuordnen kann? Ist dies gegeben, sind Dienstreisen bereit fĂŒr die E-Invoice.
(Business Traveltip)
Quelle: https://abouttravel.ch/reisebranche/die-e-invoice-bringt-einen-effizienzsprung-bei-dienstreisen/