AÖV: Passagierrückgang im ersten Halbjahr 2026
An den sechs österreichischen Verkehrsflughäfen wurden von Jänner bis Juni 2026 insgesamt rund 16,4 Mio. Passagier:innen gezählt – ein Minus von 2,6% gegenüber dem Vorjahr.
Im ersten Halbjahr 2026 ist das Passagieraufkommen in Summe an den österreichischen Verkehrsflughäfen rückläufig: Wurden in diesem Zeitraum im Vorjahr an allen sechs heimischen Airports insgesamt noch 16,8 Mio. Fluggäste abgefertigt, so waren es heuer mit 16,4 Mio. um 2,6% weniger Passagier:innen. Im Jahresverlauf zeigt sich eine unterschiedliche Entwicklung: Während das Passagieraufkommen im ersten Quartal 2026 mit 7.449.505 Reisenden noch um 1,8% zulegte, ging es im zweiten Quartal bei 8.964.342 Passagier:innen um 6,0% zurück.
Von Jänner bis Juni 2026 wurden somit an den Verkehrsflughäfen Österreichs (Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz, Salzburg und Wien) insgesamt 16.413.896 Passagiere gezählt. Die Zahl der Flugbewegungen im Linien- und Gelegenheitsverkehr ist mit 133.004 Starts und Landungen um rund -5,2% gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen, was auf eine höhere Auslastung der Flugzeuge zurückzuführen ist. Das Frachtaufkommen betrug in H1/2026 182.836 Tonnen (-0,9%).
Regionale Entwicklung fällt unterschiedlich aus
Die Entwicklung an den einzelnen Standorten zeigte ein gemischtes Bild. Der Flughafen Wien verzeichnete mit 14.267.744 Passagier:innen ein Minus von 3,2%. Zuwächse gab es hingegen in Salzburg mit 962.088 Reisenden (+2,8%) sowie in Innsbruck mit 656.870 Passagier:innen (+4,2%). Nahezu stabil blieb das Aufkommen in Graz mit 366.158 Fluggäst:innen (-0,04%). Rückgänge meldeten hingegen Linz mit 93.706 Passagier:innen (-15,3%) und Klagenfurt mit 67.335 Reisenden (-14,4%). Laut Julian Jäger, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Verkehrsflughäfen (AÖV), entwickle sich der österreichische Luftverkehr derzeit schwächer als der europäische Markt. Während Europas Flughäfen im ersten Halbjahr um 2,6% gewachsen seien, habe Österreich im selben Zeitraum einen Rückgang in gleicher Höhe verzeichnet. Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Luftfahrtstandorts langfristig zu sichern, fordert die AÖV unter anderem eine Senkung der Flugabgabe.
Weniger Flugbewegungen
Auch die Zahl der Starts und Landungen ging zurück. Von Jänner bis Juni 2026 wurden an den sechs österreichischen Verkehrsflughäfen insgesamt 133.004 Flugbewegungen registriert – ein Minus von 5,2% gegenüber dem Vorjahr. In Wien sank die Zahl der Starts und Landungen um 4,7% auf 107.709, in Salzburg um 5,0% auf 7.475 und in Graz um 4,8% auf 10.625. Innsbruck verzeichnete 4.939 Flugbewegungen (-3,6%), Linz 1.443 (-36,0%) und Klagenfurt 813 (-15,8%).
AÖV-Vizepräsident Wolfgang Grimus verweist darauf, dass insbesondere die geopolitischen Entwicklungen das Passagieraufkommen seit April belastet hätten. Gleichzeitig unterstreicht er die wirtschaftliche Bedeutung der Regionalflughäfen für Beschäftigung und internationale Erreichbarkeit und spricht sich ebenfalls für wettbewerbsfähigere Rahmenbedingungen aus. (red)
Quelle: https://www.tip-online.at/news/60380/aoev-passagierrueckgang-im-ersten-halbjahr-2026/