Konnektivitätsoption ist kein Komfortthema
Unternehmen tun gut daran ihren Geschäftsreisenden die Konnektivitätsoptionen vorzugeben.
Nach der Landung fällt oft die erste digitale Entscheidung während einer Geschäftsreisende. Der oder die Reisende meldet sich entweder in einem Wlan des Flughafens oder des Hotels an oder verbindet sich über das Roaming. Öffentliche Wlans sind aber unsicher, gerade wenn der oder die Reisende dann auf sensible Geschäftsdaten zugreift.
Sicherheit ist wichtigste Priorität
Der eSim-Anbieter Holafly berichtet, dass Sicherheit für 41,7% aller Geschäftsreisenden die wichtigste Priorität bei der Verbindung ist. Wenn die Organisation die mobilen Daten bereitstellt, steigt dieser Wert in der Unternehmensbefragung auf 52%.
Neben Sicherheit nennt die Mitteilung Kosten, Bedienungsfreundlichkeit, Netzabdeckung und Datenvolumen als konkurrierende Kriterien. Holafly bietet selbst eine Business-eSim-Lösung an; die Zahlen stammen aus dem unternehmenseigenen ‘2026 Summer Travel & eSim Report’.
Relevant ist die Frage: Wer verantwortet die Verbindung zwischen Flugzeugtür und erstem Zugriff auf Unternehmenssysteme? Wenn Mitarbeitende den Zugang selbst organisieren, liegt dieser Moment oft ausserhalb eines gesteuerten Travel-, IT- oder Security-Prozesses. Das ist nicht automatisch ein Sicherheitsvorfall, kann aber zu seinem solchen führen. Zudem kann es zu uneinheitlichen Verhaltensweisen, Supportaufwand und fehlender Transparenz über die tatsächlich genutzten Zugänge führen.
Konnektivität als Bestandteil der Reiserichtlinie
Für internationale Programme ist eine vorab festgelegte Konnektivitätsoption daher kein Komfortthema. Sie kann Bestandteil eines klaren Reise-Onboardings sein: Welche Verbindung steht bereit, wie wird sie aktiviert, wer hilft bei Problemen und welche Arbeitsschritte sind auf fremden Netzen zulässig? Eine eSim ist nur eine mögliche Umsetzung. Entscheidend ist die gemeinsame Governance von Travel Management, IT und Corporate Security. Sie sollte den Reisealltag vereinfachen, nicht zusätzliche Hürden schaffen.
Es empfiehlt sich deshalb vorab die Verantwortlichkeit für den Prozess festzulegen. Das Travel Management, die IT und die Unternehmenssicherheit sollten klar definieren, wer mobile Konnektivität für internationale Reisen beschafft, freigibt und unterstützt.
Dann soll eine vom Unternehmen genehmigte Verbindung oder Roaming-Regel vor der Reise bereit sein, nicht erst nach der Landung.
Die Reiserichtlinien sollten mit Regeln zur Aktivierung, zur erlaubten Nutzung, zu den Kosten und mit einem Supportkontakt ergänzt werden und sollten mobil verfügbar sein.
Quelle: (Geschäftsreisenews / BRA)
Quelle: https://abouttravel.ch/reisebranche/konnektivitaetsoption-ist-kein-komfortthema/